geb. 27.05.1884 in Frielendorf Krs. Ziegenhain
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Beruf: Kauffrau
Eltern: Mendel Levy und Lina Levy, geb. Bähr [auch: Bär]
Geschwister: Bertha Krämer, geb. Levy (geb. 06.10.1875), Pauline Levy (geb. 01.02.1877), Philippine Levy (16.12.1878-30.01.1879), Kaufmann Levy (geb. 23.12.1880), Louis Levy (geb. 05.05.1882), Rosa Levy (geb. 27.02.1886)
Ehemann: Eduard Kauders

 

WOHNORTE
Frielendorf 14
Detmold:
21.03.1923 Lange Str.31
05.08.1926 Emilienstr. 26
05.05.1932 Lange Str. 36, eigenes Haus
02.11.1939 Paulinen Str. 6
23.03.1942 Hornsche Str. 33 bei Levysohn
28.07.1942 "nach Theresienstadt abgemeldet"

 

Auf der Einwohnermeldekarte der Stadt Detmold finden sich der Vermerk "Beide Großelternteile waren Volljuden." und die Anweisung vom 24.4.1937 "Wenn Auswanderung erfolgt, sofort Mitteilung an die Geheime Staatspolizei machen".

 

Frieda (auch Friedel genannt) Kauders war Inhaberin des 1911 gegründeten Schuhhauses "Teutonia" in der Langen Straße 36. Am 21. März 1923 heiratete sie Eduard Kauders und erhielt in der Firma Prokura, während sie die Leitung ihrem Mann überließ. 1934 wurde der Firma durch die Landesregierung als Maßnahme zum "Schutz nationaler Symbole" der Zusatz "Teutonia" verboten. Der Name wurde in "Schuhhaus Eduard Kauders" geändert. 1935 wurden Wehrmachtangehörige durch den Kreisleiter des NSDAP-Kreises Detmold aufgefordert, das Geschäft zu meiden. 1935 verkauften sie das Geschäft im Zuge der "Arisierung" an Hubert Gockel, ihr Mann arbeitete vermutlich noch für den neuen Besitzer.
Zusammen ihrem Mann wurde Frieda Kauders am 28. Juli 1942 mit dem Transport Nr. XI/1-226 über Bielefeld nach Theresienstadt verschleppt und mit dem Transport Eq-295 von dort am 12. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert. Laut Zeugenaussage sei sie schon vor dem Transport nach Auschwitz sehr hinfällig gewesen und hätte, so sie den Transport überhaupt überlebt habe, dort nicht mehr zur Arbeit herangezogen werden können.

1947 wurde Frieda Kauders vom Amtsgericht Detmold für tot erklärt. Das amtliche Todesdatum wurde auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.

Louis Levy lebte mit seiner Frau Johanna, geb. Frank in Wuppertal. Am 22. April 1942 wurde er nach Izbica deportiert. Er wurde für tot erklärt.


Ihre Schwester Bertha gelang die Emigration in die USA. Ihr Bruder Kaufmann floh nach Palästina.

   
Portrait: KAUDRS, Frieda, geb. Levy

Hochzeit Frieda und Eduard Kauders, [1923] (StdA DT DT V 19 Nr. 176)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Eduard und Frieda Kauders, geb. Levy (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Einwohnermeldekarte von Eduard und Frieda Kauders (StdA DT MK)

 

Dokument 3

Karteikarte von Frieda Kauders in Theresienstadt

 

Dokument 4

Auszug aus der Korrespondenz zu Frieda Kauders

 

   
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