M_Biographien

geb. 06.04.1905 in Strasburg/Westpreußen
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Eltern: Max und Rosa Levysohn, geb. Silberberg
Geschwister: Babette Katz, geb. Levysohn, Georg Levysohn, später George Levison (geb. 1907), Armin Levysohn (geb. 1909)
Ehemann: Hans Erhard Marx
Beruf: Haustochter

 

WOHNORTE
10.10.1931 Detmold, Hornsche Str. 33 b. Mutter
15.08.1938 Wuppertal-Elberfeld, Kaiser Wilhelm Allee 6
01.12.1938 Detmold, Hornsche Str. 33 b. Mutter
28.03.1942 "abgemeldet nach unbekannt"

Auf der Einwohnermeldekarte der Stadt Dstmold findet sich der Vermerk "Beide Großelternteile sind Volljuden".

 

Am 30. März 1942 wurde Else Marx zusammen mit ihrem Mann Hans Erhard Marx - mit ihm war sie seit dem 24.04.1941 verheiratet - nach Warschau deportiert, wo sie am 2. April 1942 ankamen und zusammen mit dem Ehepaar Otto Katz und Babette Katz untergebracht wurden. Dort lebten sie in einem Zimmer in der Gerichtsstraße 109.
Else Marx erkrankte laut Zeugenaussagen im Mai 1942 an Typhus. Zusammen mit ihrer Schwester sei sie im April 1943 in das Ghetto Lublin deportiert worden.

Else Marx wurde vom Amtsgericht Detmold 1950 für tot erklärt. Das amtliche Todsdatum wurde auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, D 23 Detmold Nr. 5136, D 103 Lippe Nr. 519, 520, 550, 870, 871; KAL K2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 520, 550


 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Rosa, Babette, Else und Armin Levysohn (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Einwohnermeldekarte von Else Marx (StdA DT MK)

 

Dokument 3

Mitteilung von Else Levysohn an die Polizeiliche Meldebehörde Detmold betr. der amtlich geforderten Namensänderung, 13.12.1938 (StdA DT D 106 Detmold A Nr. 3942)

 

geb. 02.11.1905 in Bottrop
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Eltern: Isidor Marx und Ella Marx, geb. Blanck
Ehefrau: Else Marx, geb. Levysohn
Schwägerin und Schwager: Babette Katz, Otto Katz
Beruf: Kaufmann, Arbeiter

 

WOHNORTE
Oberhausen-Osterfeld, Marktplatz 4
Oberhausen, Ellenbogenstr. 10
15.01.1942, Detmold, Hornsche Str. 33
28.03.1942 "abgemeldet n. unbekannt"

 

Während des Novemberpogroms wurde Hans Marx verhaftet und am 11. November 1938 im Gerichtsgefängnis Oberhausen in sog. Schutzhaft genommen. Er wurde kurz darauf in das Konzentrationslager Dachau überstellt (Häftlingsnummer 29909), wo er am 12. Januar 1939 entlassen wurde.
Am 30. März 1942 wurde er zusammen mit seiner Frau Else Marx von Detmold aus nach Warschau deportiert, wo sie am 2. April 1942 ankamen und zusammen mit dem Ehepaar Otto Katz und Babette Katz untergebracht wurden. Dort lebten sie in einem Zimmer in der Gerichtsstraße 109.
Hans Marx wurde laut Zeugenaussagen im April 1942 mit weiteren 198 Männern in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Hier habe er in einem Kommando "Brückenbau Maukina" gearbeitet. Im Juli 1942 sei er schwerverletzt einem weiteren Kommando zugeteilt worden. Dort sei er von ukrainischen "Hilfswilligen" der SS erschossen worden.

1950 wurde Hans Marx vom Amtsgericht Detmold für tot erklärt. Das amtliche Todesdatum wurde auf den 31. Juli 1942 festgesetzt.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, D 23 Detmold Nr. 5136, D 103 Lippe Nr. 519, 520, 550, 870, 871; KAL K2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 870, 871; ITS

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Hans Marx (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Auszug aus dem Zugangsbuch Dachau - Listenmaterial Dachau

 

Dokument 3

Schreibstubenkarte von Hans Marx im KZ Dachau

 

geb. 27.04.1929 in Paderborn
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Eltern: Julius Meyer (geb. 29.10.1898) und Henriette Meyer, geb. Müller (geb. 10.10.1899)
Schwester: Irene Meyer (31.07.1925-1946)
Beruf: Schülerin

 

WOHNORTE
Bad Driburg, Schulstr. 29
11.04.1940 Detmold, Hornsche Sr. 33 bei Paradies
Bad Driburg:
23.03.1942 Schulstr. 29
1942 Lange Str., Haus Schiff

 

Ellen Meyer war Schülerin der jüdischen Schule in der Gartenstraße und lebte bei Paula Paradies, die sie als "Pensionsmutter" aufgenommen hatte, in einem weiteren sog. Judenhaus. Nach Bad Driburg zurückbeordert, wurde sie am 27. Juli 1942 zusammen mit ihrer Familie mit dem Transport Nr. XI/1  nach Theresienstadt deportiert. Am 9. Oktober 1944 wurden sie mit dem Transport Ep nach Auschwitz verschleppt. Irene wurde dort von ihren Eltern und ihrer Schwester getrennt. Die Eltern und Ellen wurden direkt nach ihrem Eintreffen ermordet. Ellen Meyer gilt als verschollen.
Irene Meyer überlebte zwar die Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und Bergen-Belsen, starb jedoch 1946 in einem schwedischen Sanatorium an Entkräftung.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 87 Nr. 7, 15

LITERATUR: Brinkmöller [1996], Müller (1992), Müller (2008)

 

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Portrait: MEYER, Ellen

Ellen Meyer (Ausschnitt), o.J. (StdA DT DT V 19 Nr. 176)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Ellen Meyer (StdA DT MK)

 

geb. 12.02.1891 in Hamburg
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Eltern: Nathan Otto Masse, Kaufmann und Emma Jonas, geb. Levison
Ehemann: Alfred Adolf Masse(18.11.1883- 05.01.1929), Bankier
Kinder: Edith Masse (geb. 22.06.1914), Gerd Masse, Rudolf Masse (geb. 4.04.1912), Irmgard Masse, Arnold Masse

WOHNORTE
Siekholz 23/Detmold
17.07.1942 Detmold, Sachsenstr. 4 bei Frl. Ries
28.07.1942 "nach Theresienstadt abgemeldet"

 

Am 21.Juni 1911 hatte Margot Jonas in Hamburg Alfred Masse geheiratet. Durch einen Sportunfall war sie stark gehbehindert und wurde über Jahre von einer befreundeten Krankenpflegerin versorgt. Eine Flucht in die USA mit der Familie war geplant, was jedoch durch die Einziehung der Reisepässe im September 1938 von Margot, Edith und Gerd Masse verhindert wurde.
1942 wurde Margot Masse in eines der Detmolder "Judenhäuser" in der Sachsenstraße 4 eingewiesen. Am 28. Juli 1942 wurde sie mit dem Transport Nr. XI/1-328 über Bielefeld nach Theresienstadt deportiert, wo sie umkam.


Das Amtsgericht Detmold erklärte Margot Masse 1947 für tot. Als amtliches Todesdatum wurde der 8. Mai 1945 festgesetzt.
Rudolf Masse (später Ralph Harold) emigrierte in die USA.

   

QUELLEN: SdA DT MK; LAV NRW OWL D1 Nr. 614, 5903, D 20 A Nr. 9509, 9510, D 20 B Nr. 207, 3363, 3427, 3750, D 21 B Nr. 1980, D 23 Detmold Nr. 4902, D 27 Nr. 2713, 7188, D 103 Lippe Nr. 666, 670, 709, L 80 Ie Gr. IV Tit. 3 Nr. 46 ; KAL K2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 666, 670; Beit Theresienstadt; ZA B1 /34 Nr. 842, 857; ITS

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Margot Masse (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Auszug aus der Korrespondenz zu Margot Masse

 

04.08.1869 in Wadersloh/Lippstadt - 27.08.1942 im Konzentrationslager Theresienstadt
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Tochter: Julie (Julla) Meyer (geb. 09.04.1901)
Beruf: "Kaufmannswitwe"

 

WOHNORTE
Detmold:
10.10.1931 Seminarstr. 4
30.12.1935 Bahnhofstr. 4 bei Examus
01.04.1936 Woldemarstr. 10 bei Examus
15.01.1939 Freiligrathstr. 13 bei Frl. Block
26.04.1939 nach Bielefeld, Kavalleriestr. 15, abgemeldet

 

Über Jeanette Meyer ist lediglich bekannt, dass sie am 27. Juli 1942 mit dem Transport Nr. XI/1 nach Theresienstadt deportiert wurde, wo sie nur vier Wochen überlebte. Laut Todesfallanzeige des dortigen Ältestenrates starb sie an einer Herzlähmung.

   

QUELLEN: StdA DT MK; Beit Theresienstadt; www.holocaust.cz

LITERATUR: Minninger (1985)

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Jeanette Meyer (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Mitteilung von Jeannette Meyer an die Polizeiliche Meldebehörde Detmold betr. der amtlich geforderten Namensänderung, 17.01.1939 (StdA DT D 106 Detmold A Nr. 3942)

 

Dokument 3

Todesfallanzeige für Jeanette Meyer, Theresienstadt 27.08.1942 (Nationalarchiv Prag HBMa, Inv. Nr. 2956 - digitalisiert von der Theresienstädter Initiative, Prag)

 

   
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