R_Biographien

geb. 20.03.1928 in Hannover
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Eltern: Dr. Hans Ries (15.11.1896 - 27.12.1944) und Maria (Marie, Mary) Ries, geb. Salomon
Tante: Emma Linz, geb. Ries
Beruf: Schülerin

 

WOHNORTE
Hannover, Wissmannstr. 13
09.07.1940 Detmold, Sachsenstr. 4 bei Ries
19.07.1940 Hannover, Wissmannstr. 13
08.09.1941 Detmold, Sachsenstr. 4 bei Ries
16.07.1942 nach Hannover, Bergstr. 8 abgemeldet
l. Adresse: Hannover, Bergstr. 8
Hannover-Ahlem, Wunstorferlandstr. 1 Gartenbauschule

 

In den Meldeunterlagen der Stadt findet sich für Hannelore Ries und auch für ihre Mutter der Vermerk "Nur vorübergehend!", da sie in Detmold offenbar wegen Verwandtenbesuchen gemeldet waren. Mit dem Transport 12306- I/90 wurde sie zusammen mit ihren Eltern über Berlin nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 18. März 1943 ankamen. Am 6. Oktober 1944 wurde sie von dort mit dem Transport Eo-288 nach Auschwitz verschleppt. Sie gilt als verschollen.

Am 10. Oktober 1944 wurde ihr Vater Hans Ries von Auschwitz in das Konzentrationslager Dachau/Kdo. Kaufering deportiert. Dort starb er am 27. Dezember 1944.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL L 113 Nr. 849; Beit Theresienstadt; ITS

WEITERE QUELLEN: LZ, 6.2.1935: Todesanzeige der Henriette Ries (99), geb. Hamlet

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Jette und Hannelore Ries (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Einwohnermeldekarte von Maria und Hannelore Ries (StdA DT MK)

 

Dokument 3

Auszug aus der Korrespondenz zu Hannelore Ries

 

geb. 25.07.1867 in Heidenoldendorf
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Schwestern: Minna Ries (24.09.1873-03.10.1953), Emma Linz, geb. Ries (31.03.1876-03.09.1963)
Ehefrau: Rahel Ries, geb. Weinberg
Kinder: Fritz Ries (verh. mit Margot, geb. Rothschild), Hans Ries , Käte Sass, geb. Ries
Beruf: Bankier

 

WOHNORTE
Hannover, Tiedgestr. 12
08.04.1941 Detmold, Sachsenstr. 4
28.07.1942 "nach Theresienstadt abgemeldet"

 

Nach seinem Besuch der Volksschule in Detmold folgte das Gymnasium bis zum "Einjährigen". In Hildesheim absolvierte Josef Ries eine Banklehre und arbeitete als Angestellter im Bankhaus D. Peretz in Hannover. Peretz verkaufte ihm das Bankhaus, so dass er ab etwa 1924 selbstständig tätiger Inhaber war. Durchschnittlich waren dort zehn Angestellte beschäftigt. Auf Anordnung der NS-Behörden musste er zum 1. Juli 1938 sein Bankgeschäft aufgeben und war somit seines Berufes und seiner Existenzgrundlage beraubt. Zusammen mit seiner Frau, mit der er seit dem 23. Februar 1896 verheiratet war, zog er 1941 nach Detmold. In den Meldeunterlagen der Stadt wird sein Beruf nunmehr mit "Privatmann" angegeben.
Zusammen mit seiner Frau wurde Josef Ries am 28. Juli 1942 mit dem Transport Nr. XI/1-422 über Bielefeld nach Theresienstadt deportiert. Am 23. September 1942 wurden beide mit dem Transport Bq von dort nach Auschwitz verschleppt. Vom 18. August bis 10. September 1943 war Josef Ries im Häftlingskrankenbau des Lagers Auschwitz III (Monowitz) registriert.

Vom Amtsgericht Hannover wurden Josef und Rahel Ries 1947 für tot erklärt. Das amtliche Todesdatum wurde auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.

Seine Schwestern Emma und Minna Ries überlebten Deportation und Haft in Theresienstadt und kehrten nach Detmold zurück, wo sie starben.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, D 20 B Nr. 1466, D 23 Detmold Nr. 4881, D 103 Lippe Nr. 896, L 113 Nr. 849, P10 Nr. 47; KAL K2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 898; Beit Theresienstadt

WEITERE QUELLEN: LAV NRW OWL D 103 Lippe Nr. 859, 897-901

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Josef und Rahel Ries (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Karteikarte von Joseph Ries in Theresienstadt

 

geb. 28.04.1899 in Hannover
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Mutter: Eugen Salomon und Jette Salomon, geb. Jacobi
Ehemann: Dr. Hans Ries (15.11.1896 in Peine - 27.12.1944 im Konzentrationslager Dachau)
Tochter: Hannelore Ries

 

WOHNORTE
Hannover, Wissmannstr. 13
09.07.1940 Detmold, Sachsenstr. 4 bei Ries
19.07.1940 Hannover, Wissmannstr. 13
Hannover, Am Emmerberge 31
18.09.1941 Detmold, Sachsenstr. 4 bei Ries
05.10.1941 nach Hannover-Kirchrode, Brabeckstr. 86 abgemeldet
letzter Wohnort: Ahlem, Wunstorferlandstr. 1 bzw. Hannover-Ahlem, Gartenbauschule

 

In den Meldeunterlagen der Stadt findet sich für Mutter und Tochter der Vermerk "Nur vorübergehend!", was darauf hinweist, dass sie in Detmold offenbar wegen eines Verwandtenbesuches gemeldet waren. Mit dem Transport Nr. I/90-12304 wurde Marie Ries mit ihrem Mann und ihrer Tochter am 16. März 1943 über Berlin nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 18. März 1943 ankamen. Am 6. Oktober 1944 wurden sie von dort mit dem Transport Eo-287 nach Auschwitz verschleppt. Beide gelten als verschollen.

Am 10. Oktober 1944 wurde Hans Ries von Auschwitz nach Dachau/Kdo. Kaufering überstellt. Dort kam er am 27. Dezember 1944 um.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL L 113 Nr. 849; Beit Theresienstadt; ITS

WEITERE QUELLEN LZ, 06.02.1935: Todesanzeige der Henriette Ries (99), geb. Hamlet

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Maria und Hannelore Ries (StdA DT MK)

 

Dokument 2

ITS-Karteikarte Marie Ries-Zentrale Namenkartei, 0.1-103367697-ITS Digital Archive, Bad Arolsen

 

Dokument 3

Auszug aus der Korrespondenz zu Marie Ries

 

geb. 08.08.1863 in Heidenoldendorf
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Eltern: David Ries und Henriette Ries, geb. Hamlet

 

WOHNORTE
25.07.1916 Detmold, Sachcenstr. 4 bei Ries vorübergehend
abgemeldet 28.08.1916
Hagen, Elbersufer 8
23.02.1939 Detmold, Sachsenstr. 4 bei Ries
28.07.1942 "nach Theresienstadt abgemeldet"

Auf der Einwohnermeldekarte der Stadt Detmold findet sich der Vermerk "Beide Großelternteile waren Volljuden".

 

Nach dem Besuch der Volksschule war Julie Ries in einem Einzelhandelsgeschäft tätig. In Hagen betrieb sie zusammen mit ihrem Bruder ein Geschäft für Porzellan und Haushaltswaren. Vom 1. Oktober 1926 bis zum 9. Dezember 1938 verkaufte sie in ihren privaten Räumen in Hagen ohne Ladengeschäft Kaffee. Das Gewerbe musste sie mit der Begründung aufgeben, Kaffeekontingente seien nur für stehende Geschäfte erlaubt. Nach dem Novemberpogrom zog sie nach Detmold. Am 28. Juli 1942 wurde sie mit dem Transport Nr. XI/1-424 über Bielefeld nach Theresienstadt deportiert. Am 23. September 1942 wurde sie von dort mit dem Transport Bq-1236 in das Vernichtungslager Maly Trostinec verschleppt.

Vom Amtsgericht Detmold wurde sie für tot erklärt. Als amtliches Todesdatum wurde der 8. Mai 1945 festgesetzt.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, D 20 A Nr. 9254, 10094, 10095, D 20 B Nr. 3771, 3772, D 23 Detmold Nr. 5870, D 103 Lippe Nr. 833, L 113 Nr. 849; KAL K2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 833; Beit Theresienstadt; ITS

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Julie Ries (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Auszug aus der Korrespondenz zu Julie Ries

 

geb. 03.12.1877 in Wunstorf
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Ehemann: Josef Ries
Kinder: Fritz Ries (verh. mit Margot Ries, geb. Rothschild), Hans Ries, Käte Sass, geb. Ries

WOHNORTE
Hannover, Tiedgestr. 12
08.04.1941 Detmold, Sachsenstr. 4
28.07.1942 "nach Theresienstadt abgemeldet"

 


Rahel Ries war seit dem 23. Februar 1896 mit Josef Ries verheiratet und zog 1941 mit ihm nach der Zerstörung dessen wirtschaftlichen Existenz durch den NS-Staat nach Detmold, wo sie in einem der sog. Judenhäuser leben mussten.
Das Ehepaar wurde am 28. Juli 1942 mit dem Transport Nr. XI/1 über Bielefeld nach Theresienstadt deportiert. Am 23. September 1942 wurden sie mit dem Transport Bq von dort nach Auschwitz verschleppt. Weitere Quellen nennen auch das Vernichtungslager Maly Trostinec und Minsk als Deportationsorte.

Vom Amtsgericht Hannover wurde das Ehepaar 1947 für tot erklärt. Das amtliche Todesdatum wurde auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.

Die Schwägerinnen bzw. Schwestern Minna und Emma Ries überlebten die Haft in Theresienstadt und kehrten nach Detmold zurück, wo sie starben.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, D 20 B Nr. 1466, D 23 Detmold Nr. 4881, D 103 Lippe Nr. 896, L 113 Nr. 849, P10 Nr. 47; KAL K2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 896; Beit Theresienstadt

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Josef und Rahel Ries (StdA DT MK)

 

 

   
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