S_Biographien

geb. 04.09.1865
Religionszughörigkeit: jüdisch

 

WOHNORTE
Wohnorte:
Detmold:
Hofstr. 8, Diakonissenhaus

 

Am 28. Juli 1942 wurde Emilie Salomon mit dem Transport Nr. XI/1 über Bielefeld nach Theresienstadt deportiert. Am 29. September 1942 wurde sie von dort mit dem Transport Bs in das Vernichtungslager Treblinka überstellt.
Weitere Quellen nennen allerdings auch das Vernichtungslager Maly Trostinec als zweiten Deportationsort. Weder Todesort noch -datum sind dokumentiert. Sie gilt als verschollen.

   

QUELLEN: LAV NRW OWL D 72 Staercke Nr. 18; Beit Theresienstadt

 

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28.09.1853 in Niedermarsberg/Brilon [- 11.08.1942 in Bielefeld]
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Ehemann: Hermann Salomon (geb. 17.01.1843 in Olfen)
Kinder: Siegfried Salomon (geb. 17.07.1878 in Lemgo), Carl Salomon (geb. 09.08.1881 in Detmold), Käthe Salomon (geb. 06.05.1883 in Detmold), Emmy Salomon (geb. 12.08.1886 in Detmold), Martha Salomon (geb. 24.06.1889 in Detmold)

 

WOHNORTE
10.10.1931 Paulinenstr. 23
31.06.1942 nach Bielefeld, Schloßhofstr. 73a abgemeldet

Auf der Einwohnermeldekarte der Stadt Detmold findet sich der Vermerk "Beide Großelternteile waren Volljuden".

 

Am 31. Juli 1942 wurde Sophie Salomon, von Dortmund kommend, in das sog. jüdische Alters- und Siechenheim in Bielefeld in der Schloßhofstraße (Arbeitslager) eingewiesen. Vermutlich wurde sie am 31. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Ihr Tod und seine Umstände sind nicht eindeutig zu klären: So gibt es zum einen den Hinweis, sie sei "während des Transportes" gestorben, zum anderen wird sie als "transportunfähig" beschrieben.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, D 20 B 3271, 3295, 3437, 3447, 3609-3625, 3723, D 27 Nr. 2665, 3024, L 113 Nr. 849; Minninger (1985); Brigitte Decker (Bielefeld); ITS

WEITERE QUELLEN:
LZ, 21.2.1911: Verlobungsanzeige Martha Salomon, Detmold, und Eduard Berg, Hildesheim, unterzeichnet von der Mutter: Sophie Salomon, geb. Oppenheimer

 

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Portrait: SALOMON, Sophie, geb. Oppenheimer

Sophie Salomon, während des Ersten Weltkriegs
(StdA DT DT V 19 Nr. 175)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Hermann, Sophie, Siegfried, Carl, Käthe, Emmy und Martha Salomon(StdA DT MK)

 

Dokument 2

Mitteilung für Sophie Salomon an die Polizeiliche Meldebehörde Detmold betr. der amtlich geforderten Namensänderung, 22.01.1939 (StdA DT D 106 Detmold A Nr. 3942)

geb. 23.04.1912 in Eisenschmitt/Eifel
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Ehefrau: Ilse Samuel, geb. Wertheim
Beruf: Arbeiter

 

WOHNORTE
Stuttgart
28.02.1940 Paderborn, Grüner Weg
10.08.1941 Bielefeld, Schloßhofstr. 73 a
Detmold

 

Vom 28. Februar 1940 bis zum 9. August 1941 war Leo Samuel im Umschulungs- und Einsatzlager am Grünen Weg in Paderborn eingewiesen. Von dort wurde er in die Arbeitseinsatzstelle in Bielefeld in der Schloßhofstraße überstellt.
Im Juli 1937 beantragte seine spätere Frau Ilse für sie beide einen Pass für Mailand. Eine Emigration gelang jedoch nicht. Am 25. März 1942 heiratete Leo Samuel Ilse Wertheim in Bielefeld. Zwei Tage nach der Eheschließung wurden sie zusammen am 27. März 1942 von Detmold über Bielefeld und Berlin in das Warschauer Ghetto deportiert. Laut Zeugenaussage sei Leo Samuel am 9. April 1942 in das Vernichtungslager Treblinka verschleppt worden. Als er gehört habe, dass seine Frau in einem in der Nachbarschaft gelegenen Lager beschäftigt sei, habe er durch Vermittlung eines SS-Mannes Nachrichten mit Ilse ausgetauscht. Als dies entdeckt worden sei, seien beide erschlagen worden.
Leo Samuel gilt als verschollen.

   

QUELLEN: StdA DT MK ; LAV NRW OWL D1 Nr. 6141, D 2 C Nr. 43, D23 Detmold Nr. 5237, 5239, D 72 Staercke Nr. 18, D 87 Nr. 15, D 100 DT A Nr. 3937, L 80 III Nr. 4365 ; Minninger (1985)

WEITERE QUELLEN: LStZ, 12.05.1939

LITERATUR: Naarmann (2000)

 

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geb. 06.02.1922 in Detmold
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Eltern: Julius Wertheim und Else Wertheim, geb. Examus
Bruder: Rudolf Wertheim
Ehemann: Leopold (Leo) Samuel
Beruf: Schülerin, Lehrmädchen

 

WOHNORTE
10.10.1931 Detmold, Bismarckstr. 21 bei den Eltern
15.04.1936 nach Ahlem/Hannover abgemeldet
24.03.1937 Detmold, Emilienstr. 26 bei den Eltern
05.05.1937 nach Deleke/Soest in Westfalen abgemeldet
07.06.1937 Detmold, Emilienstr. 26 bei den Eltern
08.06.1938 nach Rinteln, Brennerstr. 9 abgemeldet
05.12.1939 Detmold, Emilienstr. 26 bei den Eltern
17.05.1939 nach Hannover, Dietrichstr. 7a abgemeldet
23.09.1939 Detmold, Emilienstr. 26 bei den Eltern
05.10.1939 nach Köln, Cardinalstr. 9 abgemeldet
21.10.1939 Detmold, Paulinenstr. 6 bei Meyer
14.11.1939 nach Hannover, Dietrichstr. 11 abgemeldet
Hannover, Hausmannstr. 5
20.12.1939 Detmold, Paulinenstr. 6 bei den Eltern
13.02.1940 nach Köln, Ludolf-Camphausen-Str. 34 abgemeldet
Köln, Venloer Str.
03.08.1940 n. Paulinenstr. 6 b. Eltern
abgemeldet am
27.03.1942 nach unbekannt

 

Im Juli 1937 hatte Ilse Wertheim bereits einen Pass für sich und ihren späteren Ehemann Leopold Samuel für Mailand beantragt. Eine Emigration gelang jedoch nicht.
Im Frühjahr 1939 wurde sie Opfer eines sexuellen Übergriffs durch einen Detmolder Polizeibeamten, der allerdings nicht wegen versuchter Vergewaltigung, sondern wegen "versuchter Rassenschande" verurteilt wurde.
Am 25. März 1942 heiratete sie Leo Samuel in Bielefeld. Zwei Tage nach ihrer Eheschließung wurden sie zusammen am 27. März 1942 von Detmold über Bielefeld und Berlin in das Warschauer Ghetto deportiert. Laut Zeugenaussage sei Leo Samuel kurz darauf, am 9. April 1942, in das Vernichtungslager Treblinka verschleppt worden. Als er gehört habe, dass seine Frau in einem in der Nachbarschaft gelegenen Lager beschäftigt sei, habe er durch Vermittlung eines SS-Mannes mit Ilse Nachrichten austauschen können. Als dies entdeckt worden sei, seien beide erschlagen worden.
Ilse wurde 1951 vom Amtsgericht Detmold für tot erklärt. Das amtliche Todesdatum wurde auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.

   

QUELLEN: StdA DT MK ; LAV NRW OWL D1 Nr. 6141, D 2 C Nr. 43, D23 Detmold Nr. 5237-5239, D 72 Staercke Nr. 18, D 87 Nr. 15, D 100 DT A Nr. 3937, L 80 III Nr. 4365 ; Minninger (1985); ZA B 1/34 Nr. 853

WEITERE QUELLEN: LStZ, 12.05.1939

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Julius, Else, Rudi und Ilse Wertheim (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Einwohnermeldekarte von Ilse Wertheim (StdA DT MK)

 

Dokument 3

Mitteilung von Ilse Wertheim und Anni Goldschmidt an die Polizeiliche Meldebehörde Detmold betr. der amtlich geforderten Namensänderung, 13.12.1938 (StdA DT D 106 Detmold A Nr. 3942)

 

 

12.03.1870 in Frohnhausen - 07.04.1943 im Konzentrationslager Theresienstadt
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Ehemann (geschieden): Eugen Salomon (geb. 09.01.1896 in Jastrow)
Tochter: Marie Ries
Enkelin: Hannelore Ries

 

WOHNORTE
Frohnhausen
Detmold, Sachsenstr. 4
London
ab 1904 Hannover
Hannover, Bergstr. 8

 

In Detmold war Jette Salomon lediglich besuchsweise. Sie wurde in Hannover in sog. Judenhäuser eingewiesen und am 23. Juli 1942 mit den Bewohnern des Hauses in der Bergstraße in Hannover mit dem Transport VIII/1-272 nach Theresienstadt deportiert, wo sie umkam.

   

QUELLEN: ITS; StdA Hannover

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Jette und Hannelore Ries (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Deportation am 23.7.1942 von Hannover nach Theresienstadt, Transportliste III-Transportliste der Gestapo

 

Dokument 3

Karteikarte von Jette Salomon in Theresienstadt

 

   
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