geb. 18.11.1904 in Herne
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Mutter: Frieda Wolff
Vater: nicht genannt
Ehefrau: Karoline Erna Wolff, geb. Löwenberg (geb. 08.05.1919 in München)
Beruf: Maler und Anstreicher

 

WOHNORTE
Herne
04.06.1910 Paderborn, Jüdisches Waisenhaus, Sudetendeutsche Str. 3
12.07.1920 Mönchengladbach
11.01.1927 Paderborn, Kötterhagen 1
14.08.1928 Duisburg, Ewaldstr. 2
01.03.1929 Paderborn, Querweg 36
22.01.1929 nach Ottbergen
01.04.1929 Paderborn, Querweg 36
24.01.1930 nach Detmold
Detmold:
10.10.1931 Sofienstr. 30 bei Lehmann
02.04.1932 Hornsche Str. 23 bei Hesse
01.02.1933 unbekannt
05.02.1933 Bruchstr. 2 bei Rothbart
10.07.1933 abgemeldet nach Paderborn, Personstr. 54 bei Silberberg ("Adresse mitgeteilt vom Wohlfahrtsamt")
12.07.1933 Paderborn, Geroldstr. 26
01.09.1933 Paderborn, Personstr. 54
Detmold:
07.09.1933 Bachstr. 6
05.01.1935 nach Mönchengladbach
05.03.1935 Hornsche Str. 23 bei Hesse
06.02.1936 Karlstr. 8
Abgemeldet nach Paderborn
Detmold:
02.12.1936 Detmold, Bachstr. 8 bei Hesse
01.06.1937 Paderborn, Bachstr. 6 bei Rosenthal
Vermerk auf den Meldeunterlagen der Stadt Paderborn: "Ehemann am 30.3.42 nach unbek. abtransportiert. (Stapo)"

 

 

Julius Wolff stammte aus Herne und wurde im Alter von sechs Jahren im Paderborner jüdischen Waisenhaus untergebracht. Er erlernte den Beruf des Malers und Anstreichers. Zahlreiche Ortswechsel führten ihn auch immer wieder nach Detmold.
Ab Juni 1938 bemühte sich Julius Wolff um eine Auswanderung. Zunächst versuchte er mit Hilfe seiner Schwester, die bereits in Amsterdam lebte, nach Holland zu gelangen. Obwohl es keinerlei Bedenken seitens der NS-Behörden wegen der Ausstellung eines Reisepasses gab, blieben seine Bemühungen erfolglos. Auch weitere Auswanderungsversuche über Holland nach Übersee im März 1939 konnte er nicht in die Tat umsetzen. England und Australien waren ebenfalls Ziele seiner vergeblichen Versuche, ins rettende Ausland zu gelangen.
Julius Wolff wurde während des Novemberpogroms in das Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert, wo er als sog. Aktionsjude registriert wurde. Dort wurde er am 17. Februar 1939 entlassen.
Am 25. Mai 1940 heiratete er Karoline Erna Löwenberg, die im April 1939 aus Brühl nach Paderborn ins Jüdische Waisenhaus gezogen war.
Am 31. März 1942 wurde Julius Wolff nach Warschau deportiert. Er gilt als verschollen.

Der Name seiner Frau findet sich nicht auf den Paderborner Deportationslisten. Weitere Quellen legen allerdings nahe, dass auch am 31. März 1942 nach Warschau deportiert wurde.

   

 

QUELLEN: StdA DT MK; Stadt- und Kreisarchiv Paderborn S-A 3303; StdA Herne; Arolsen Archives

LITERATUR: Naarmann, Margit (1988); Dies. (1999)

 

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Portrait: WOLFF, Julius

Passfoto von Julius Wolff, o.D. (StdA und KA Paderborn)

 

DOKUMENTE

Dokument 1

Einwohnermeldekarte für Julius Wolff in Paderborn (StdA und KA Paderborn)

 

Dokument 2

Einwohnermeldekarte für Julius Wolff in Detmold (StdA DT MK)

 

Dokument 3

Auswanderungsbemühungen von Julius Wolff, Antrag auf Reisepass, Juni 1938 (Auszug aus Akte Auswanderung jüdischer Personen aus Paderborn, StdA und KA Paderborn S-A 3303)

   
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