geb. 17.09.1915 in Ovenhausen

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Eltern:
Bruder:
Tanten und Onkel:
Hermann und Rosa, geb. Löwenstein
Albert Dillenberg
Julie Dillenberg (1869-1942), Karoline Dillenberg (geb. 02.05.1873), Max Dillenberg (14.06.1890-1943), Viehhändler
Ehefrau: Margarete Dillenberg, geb. Levi
Sohn: Berl Dillenberg
Beruf: Kaufmann, Arbeiter

 

Wohnorte: Siekholz 23 Kreis Detmold
01.07.1942 Detmold, Sachsenstr. 4 bei Ries
15.10.1942 Bielefeld, Lützowstr. 10

 

Ernst Dillenberg arbeitete als Kaufmann in verschiedenen Orten Deutschlands, so auch in Scherfede. Er gehörte zu den Männern, die nach dem Novemberpogrom in das Konzentrationslager Buchenwald (Häftlingsnummer 28716) deportiert wurden. Dort wurde er am 16. Januar 1939 entlassen. 1940 hofften er und seine spätere Frau noch auf eine Flucht nach San Domingo. Am 24. Dezember 1940 heirateten sie. Nachdem sie bereits in Detmold in einem der sog. Judenhäuser in der Sachsenstraße 4 leben mussten, wurden sie zum 15. Oktober 1942 in das "Judenhaus" in der Lützowstraße 10 in Bielefeld eingewiesen. Dort musste Ernst Dillenberg schwere Zwangsarbeit leisten, was seine hinterlassenen Briefe dokumentieren.

Am 2. März 1943 wurde er mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert, wo Ernst Dillenberg am 3. März mit der Häftlingsnummer 105077 registriert wurde.
Er erkrankte mehrfach und wurde als kranker Häftling in den Häftlingskrankenbaubücher des Konzentrationslager Auschwitz III Monowitz verzeichnet (6. bis 9. August 1943, 14. bis 24. August 1943, 8. bis 15. Dezember 1943, 4. bis 15. Januar 1944 und 17. bis 23. Januar 1944). Am 23. Januar 1944 wurde er aus dem Lazarett nach Birkenau überstellt.

 

Ernst Dillenberg wurde für tot erklärt. Das amtliche Todesdatum wurde auf den 31. Dezember 1943 festgesetzt.

 

Sein Onkel Max Dillenberg war nach den Ausschreitungen des Novemberporgroms vom 12. November bis 23. Dezember 1938 in Buchenwald in Haft (Häftlingsnr. 28823). Danach musste er in der Papierfabrik in Godelheim Zwangsarbeit leisten. Zusammen mit seiner Schwester Karoline wurde er am 31. März 1942 über Bielefeld nach Warschau deportiert. Max Dillenberg wurde 1943 - möglicherweise gehörte er zu dem Stalingrad Straftransport am 2. Februar 1943 - von dort nach Auschwitz verschleppt. Über den weiteren Lebensweg von Karoline Dillenberg liegen keine Informationen vor. Beide wurde 1949 für tot erklärt.

 

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141; KAL K2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 667; LATh-HStA Weimar; Arolsen Archives; Jacob Pins Gesellschaft Höxter; Archiv des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau

Zur Familie Dillenberg aus Ovenhausen sowie Höxter und Fürstenau s. www.jacob-pins.de

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Geburtsurkunde von Ernst Dillenberg

 

Dokument 2

Einwohnermeldekarte von Ernst, Grete und Berl Dillenberg (StdA DT MK)

 

19381013 Einziehung Pass Ernst DillenbergThmb

Schreiben der Ortspolizeibehörde Höxter zum Passantrag von Ernst Dillenberg vom 13.10.1938

 

Dokument 4

Geldkarte aus dem KZ Buchenwald von Ernst Dillenberg

 

Dokument 5

ITS-Karteikarte von Ernst Dillenberg

 

Dokument 6

ITS-Karteikarte von Ernst Dillenberg

 

Dokument 7

ITS-Karteikarte von Ernst Dillenberg

 

Dokument 8

ITS-Karteikarte von Ernst Dillenberg

 

Dokument 9

ITS-Karteikarte von Ernst Dillenberg

 

Dokument 10

ITS-Karteikarte von Ernst Dillenberg

 

Dokument 11

Krankenrevierliste Monowitz

 

Dokument 12

Krankenrevierliste Monowitz

 

Dokument 13

Krankenrevierliste Monowitz

 

Dokument 14

Undatierter Brief von Grete und Ernst Dillenberg an Grete und Kurt Levi, vermutlich Ende 1942 oder Anfang 1943

 

   
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