G_Biographien

geb. 01.02.1909 in Münster

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Eltern: Wilhelm Grüneberg und Amalie Grünberg, geb. Aron
Ehefrau: Dora Grüneberg, geb. Herz
Beruf: Kaufmann

 

Wohnorte: 1937 Münster, Hoppengasse 13
05.05. - 15.10.1938 Detmold, Hornsche Str. 33
1939 Münster, Breite Gasse 2
1939 Münster, Viktoriastr. 4
ab 21.09.1939 Gelsenkirchen

 

In Detmold hielt sich Georg Grünberg nur wenige Monate auf. 1940 heiratete er in Gelsenkirchen Dora Herz. Am 20. Januar 1942 wurden beide von der Gestapo verhaftet und in ein Sammellager verschleppt. Eine Woche später wurden sie in einem geschlossenen Transport nach Riga deportiert. Am 1. Oktober 1944 wurde Georg Grüneberg von dort durch die Sicherheitspolizei Riga in das Konzentrationslager Stutthof überstellt (Häftlingsnummer 95739), wo er entweder im Lager oder auf einem der "Todesmärsche" starb.

 

Georg Grüneberg wurde 1950 für tot erklärt. Seine Frau überlebte.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 72 Staercke Nr. 18; Museum Stutthof; Arolsen Archives; Möllenhoff/Schlautmann (1995)

 

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Portrait: GRÜNEBERG, Georg

Georg Grüneberg, 1918
(StdA DT DT V 19 Nr. 176)

 

 

28.05.1889 in Hörde - 30.1.1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
1.Ehefrau: Jettchen Grüneberg, geb. Steinweg (28.11.1881 - 06.01.1935)
TochterausdieserEhe: Adele Grüneberg (10.02.1908 - 27.07.1991)
2.Ehefrau: Amalie Grüneberg, geb. Aron
SohnausdieserEhe: Georg Grüneberg
Beruf: Maschinenschlosser, Kellner, Packer

 

Wohnorte: Münster:
1909 Ottostr. 9
1921 Dortmunderstr. 34
1935 Schillerstr. 52
nach Aufenthalten in Dortmund seit 27.12.1937 in Münster gemeldet
02.08.1939 Münster, Viktoriastr. 4
11.07.1941 Detmold, Hornsche Str. 33 bei Steinweg
19.07.1941 nach Münster, Viktoriastr. 4 abgemeldet

 

In Detmold war Wilhelm Grünberg lediglich wegen seiner Besuche der Familie seiner ersten Frau Jettchen gemeldet. So findet sich der Vermerk "vorübergehend" in den Meldeunterlagen der Stadt Detmold.

Von 1913 bis 1924 betrieb er eine Rohproduktenhandlung bzw. eine Schuh- und Kleiderhandlung. Bis etwa 1934/35 war er als Kellner in der "Halle Münsterland" tätig. Durch antisemitische Verfolgungen wurde er gezwungen, diese Stelle aufzugeben und wurde ab 1939 zu Zwangsarbeit als Schlosser in Ibbenbüren verpflichtet. Seine Pläne, nach Argentinien auszuwandern, wo bereits seine Tochter Adele lebte, konnte er vermutlich aufgrund des Kriegsbeginns nicht umsetzen.

Mit seiner Familie wurde er in das "Judenhaus" in Münster in der Viktoriastraße 4 eingewiesen.

Am 13. Dezember 1941 wurde Wilhelm Grüneberg mit seiner zweiten Frau Amalie Grüneberg nach Riga deportiert. Am 8. August 1944 wurde er in das Konzentrationslager Stutthof (Häftlingsnummer 82740, Politisch-Jude) überstellt. Am 16. August 1944 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verlegt. Am 20. Januar 1945 wurde er in das Konzentrationslager Bergen-Belsen überstellt, wo er umkam.

 

1956 wurde Wilhelm Grüneberg für tot erklärt

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 72 Staercke Nr. 18; Möllenhoff/Schlautmann (1995); Arolsen Archives

 

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Portrait: GRÜNEBERG, Wilhelm

Wilhelm Grüneberg, ca. 1916
(StdA DT DT V 19 Nr. 176)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Wilhelm und Amalie Grüneberg (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Schreibstubenkarte von Wilhelm Grüneberg im KZ Buchenwald

 

Dokument 3

Nummernkarte von Wilhelm Grüneberg im KZ Buchenwald

 

 

19.11.1879 in Detmold - 05.02.1943 im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Eltern: Moses Gusdorf (1844 -1917) und Regina Gusdorf, geb. Frankenstein (31.12.1849 -1924)
Geschwister: Albert Gusdorf (geb. ca. 1875)
Ernestine (Emmy) Michelsen, verw. Turk, geb. Gusdorf
Hermann Gusdorf, Else Bloch, geb. Gusdorf
Anna (Aenne) Falk, geb. Gusdorf
Henny Warschauer, geb. Gusdorf
Bertha Feibusch, geb. Gusdorf (30.09.1885 -20.01.1976)
Talette Gusdorf (geb. 27.01.1889 in Detmold)
Gretchen (Marga) Gusdorf (geb. 28.05.1887 in Detmold)
Ehefrau: Martha Gusdorf, geb. Freund (01.04.1878 in Magdeburg -16.12.1938 in Berlin)
Tochter: Eva Freeman, geb. Gusdorf (geb. 1917 in Berlin)
Beruf: Kaufmann

 

Wohnorte: Detmold, Hornsche Str. 37
01.07.1895 nach Witten abgemeldet
Detmold, Hornsche Str. 37
02.01.1896 nach Paderborn abgemeldet
Berlin
letzter Wohnsitz: Amsterdam, Roerstraat 25

 

Aus seiner Handelstätigkeit in Berlin verdrängt, floh Hermann Gusdorf zu seinem Bruder Max Gusdorf während des November-Pogroms nach Amsterdam. Laut Angaben des Niederländischen Roten Kreuzes, Abwicklungsbüro Jüdischer Angelegenheiten vom Juli 1960 wurde er in Amsterdam festgenommen und in das Konzentrationslager Vught deportiert. Am 29. Januar 1943 wurde er von dort in das Durchgangs- und Sammellager Westerbork überstellt. Am 2. Februar 1943 wurde er von Westerbork nach Auschwitz deportiert. Er gilt lediglich als am "05.02.1943 in der Umgebung von Auschwitz" verstorben, da weder Augenzeugenberichte noch Dokumente vorliegen, die dieses Datum belegen könnten. Das genannte Todesdatum ergibt sich  aus Nachforschungen des Roten Kreuzes zum betreffenden Transport.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 87 Nr. 9, 10; Bundesarchiv Berlin; Landesarchiv Berlin; Niederländisches Gedenkbuch; Arolsen Archives; Renate Gisder (Detmold); Eva Freeman (England und USA)

WEITERE QUELLEN: Amtsblatt, 24.03.1900: Zwangsversteigerung von Gebäude und Grund des Pferdehändlers Moses Gusdorf in DT, jetzt Hildesheim
LZ, 17.02.1917:Todesanzeige des Pferdehändlers Moritz Gusdorf (73)
unterzeichnet: Regina Gusdorf, geb. Frankenstein

 

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Portrait: GUSDORF, Hermann

Martha und Hermann Gusdorf, o.J. (StdA DT Dt V 19 Nr. 176)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Moses Gusdorf (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Einwohnermeldekarte von Hermann Gusdorf (StdA DT MK)

 

Dokument 3

Auszug aus dem Diensttagebuch des KZ Buchenwald 16.12.1938

 

Dokument 4

Auszug aus der Korrespondenz zu Hermann Gusdorf

 

geb. 24.04.1903 in Detmold

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Eltern: Hermann Michaelis-Jena und Lina Michaelis-Jena, geb. Kastanienbaum
Ehemann: Robert Grünewald (geb. 23.12.1901 in Herford)
Tochter: Rachel Grünewald (30.07.1941 in Herford - 31.07.1941 in Herford)
Schwägerin: Else Grünewald
Beruf: Kontoristin

 

Wohnorte: 10.10.1931 Detmold, Sedanstr. bei den Eltern
08.10.1934 nach Burgsteinfurt abgemeldet
Herford:
1935 Gehrenberg 15
1936 Mönchstraße
1937 Kirchgasse 4

 

Von Ostern bis Juli 1910 besuchte Rosi Michaelis-Jena die Höhere Töchterschule in Detmold. 1935 war sie Mitglied der Sportgruppe im RjF. Am 17. März 1936 heiratete sie Robert Grünewald in Detmold. Ihre gemeinsame Tochter Rachel lebte nur einen Tag.

Am 9. Dezember 1941 wurden Rosi und Robert Grünewald zusammen mit ihrer Schwägerin bzw. Schwester Else Grünewald von Herford nach Riga deportiert.

Sie wurden für tot erklärt. Als amtliches Todesdatum wurde der 8. Mai 1945 festgesetzt.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 23 Herford Nr. 1342; KAH, StdA Herford

LITERATUR: Brade (1998), Michaelis-Jena (1985)

 

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DOKUMENTE

 

Dokument

Einwohnermeldekarte von Hermann, Lina und Rosi Michaelis-Jena (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Einwohnermeldekarte von Rosi Michaelis-Jena verh. Grünewald (StdA DT MK)

 

30.06.1878 in Detmold - 23.07.1943 im Vernichtungslager Sobibór

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Eltern: Moses Gusdorf (1844 -1917) und Regina Gusdorf, geb. Frankenstein (31.12.1849 -1924)
Geschwister: Albert Gusdorf (geb. ca. 1875)
Ernestine (Emmy) Michelsen, verw. Turk, geb. Gusdorf
Hermann Gusdorf
Else Bloch, geb. Gusdorf
Anna (Aenne) Falk, geb. Gusdorf
Henny Warschauer, geb. Gusdorf
Bertha Feibusch, geb. Gusdorf (30.09.1885 -20.01.1976)
Talette Gusdorf (geb. 27.01.1889 in Detmold)
Gretchen (Marga) Gusdorf (geb. 28.05.1887 in Detmold)
Ehefrau: Helene Gusdorf, geb. Oppenheimer (06.01.1883 in Essen - 23.07.1943 im Vernichtungslager Sobibór)
Kinder: Erika
Hans Rudolf (später Reuven Gidron)
2.Frau: Adele Püttmann
Töchter: Renate Gisder, geb. Püttmann (geb. 1925)
Carola, gen. Uschi (geb. 1922)
Beruf: Kaufmann

 

Wohnorte: Detmold, Hornsche Str. 37
Berlin, Jerusalemer Str.
letzte Adresse: Amsterdam, Hoendiepstraat 10
Amsteelven bei Amsterdam, 9. Koen van Oesterwijklaan

 

Max Gusdorf besuchte in Detmold das Leopoldinum. Anfang des 20. Jahrhunderts ging er als Kaufmann nach Berlin, wo er mit Damenkonfektion handelte. Er war Soldat im Ersten Weltkrieg.

Bereits 1933 emigrierte er nach Holland, wo er in Amsterdam in seiner Branche tätig war. Am 6. Mai 1943 wurde er in das Durchgangs- und Sammellager Westerbork, Baracke 72 eingeliefert. Von dort stammt seine letzte Postkarte an seine Familie. Von Westerbork wurde er am 20. Juli 1943 nach Sobibór überstellt. Sein Todesdatum konnte nur aufgrund von Schlussfolgerungen allgemeiner Art festgesetzt werden, da keine individuellen Dokumente ermittelt werden konnten, die den Todeszeitpunkt eindeutig belegen würden. Auch seine Frau Helene ist demnach am 23. Juli 1943 in Sobibór umgekommen.

 

Die Adoptivtochter Uschi und deren Mann Alfred wurden am 26. Oktober 1942 deportiert. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

Renate und ihre Mutter Adele Püttmann überlebten.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 87 Nr. 9, 10; Bundesarchiv Berlin; Landesarchiv Berlin; Niederländisches Gedenkbuch; Arolsen Archives; Renate Gisder (Detmold); Eva Freeman (England)

WEITERE QUELLEN: Amtsblatt, 24.03.1900: Zwangsversteigerung von Gebäude und Grund des Pferdehändlers Moses Gusdorf in DT, jetzt Hildesheim
LZ, 17.02.1917:Todesanzeige des Pferdehändlers Moritz Gusdorf (73)
unterzeichnet: Regina Gusdorf, geb. Frankenstein

 

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Portrait: GUSDORF, Max

Max Gusdorf, o.J. (StdA DT DT V 19 Nr. 176)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Moses Gusdorf (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Auszug aus der Korrespondenz zu Max Gusdorf

 

   
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